Das Ergebnis einer australischen Langzeitstudie über 20 Jahre hat nun gezeigt, dass Kinder von Müttern mit Vitamin-D-Mangel fast doppelt so häufig Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung zeigen.
Wenn Kinder eine gestörte Sprachentwicklung zeigen, dann könnte das an einem mütterlichen Vitamin-D-Mangel während der Schwangerschaft liegen. Frauen, die in ihrer Schwangerschaft einen besonders niedrigen Vitamin-D-Spiegel hatten, bekommen häufiger Kinder, die im Laufe der Zeit eine Sprachstörung entwickeln. Dies fanden nun Wissenschaftler an der australischen University of Western Australia´s Telethon Institute for Child Health Research in Subiaco heraus.
Die Wissenschaftler haben während Ihrer Studie 750 Schwangere untersucht. In der 18. Schwangerschaftswoche wurden den Frauen Blutproben entnommen, aus denen der Vitamin-D-Spiegel bestimmt wurde.
Besonders diese Phase ist für die Hirnentwicklung des Fötus sehr wichtig. Im Alter von zwei, fünf, acht, zehn, 14 und 17 Jahren wurden die Kinder dann hinsichtlich Ihrer Sprachentwicklung untersucht. Das Ergebnis zeigte, dass Kinder von Müttern, die während der Schwangerschaft die niedrigsten Vitamin-D-Spiegel hatten, fast doppelt so häufig Sprachprobleme aufzeigten.
Gerade Vitamin D ist an der neurologischen Entwicklung des Fetus beteiligt. Andere Studien zeigten auch, dass Kinder von Frauen, die im Winter oder Frühling schwanger werden, häufiger an Nervenerkrankungen leiden. In dieser Zeit ist die geringe Sonneneinstrahlung dafür verantwortlich, dass der Vitamin-D-Spiegel im Blut des Menschen besonders niedrig ist.
Daher unser Tipp: Achten Sie während der Schwangerschaft auf einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel. Vitamin D können Sie durch das Sonnenlicht oder aber durch entsprechende Vitamin-Präparate aus der Apotheke aufnehmen.