Jod in der Schwangerschaft

Wieviel Jod in der Schwangerschaft, Jod in der Schwangerschaft, Vitamine in der Schwangerschaft
© IStock/GlobalStock

NEUTRALE INFORMATIONEN FÜR ENDVERBRAUCHER

 

Die Schilddrüse benötigt Jod, um die Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Triiodthyronin (T3) herzustellen.

 

Diese Hormone steuern Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel. Zudem regulieren sie Energiebedarf, Körpertemperatur, Darmtätigkeit und Nervenaktivität.

 

Da sie sich an praktisch jedem lebenswichtigen Ablauf im beteiligen, kann Jodmangel den Körper durcheinander-
bringen, aber auch zu einer Störung der Schilddrüse führen.

 

 
WIE VIEL JOD IN DER SCHWANGERSCHAFT
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Ärzte empfehlen in der Schwangerschaft eine zusätzliche Zufuhr von Jod

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Schwangeren ca. 230 μg Jod am Tag. Denn sämtliche Stoffwechselprozesse laufen in der Schwangerschaft auf Hochtouren.

 

Ab der 12. Schwangerschaftswoche beginnt auch die Schilddrüse des Babys mit der Hormonproduktion und benötigt ebenfalls Jod.

 

Jod in der Schwangerschaft. Ab wann?

Frauenärzte und Endokrinologen empfehlen eine Zufuhr von Jod durch Vitamin-
komplexe in der Schwangerschaft – spätestens ab der 12. Schwangerschaftswoche.

 

Jod in der Schwangerschaft bei Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion

Schwangere mit einer Schilddrüsenüberfunktion oder -unterfunktion sollten auf eine regulierte Jodaufnahme achten. Wird zu viel Jod zugeführt, reagiert auch die Schilddrüse des Kindes und entwickelt schon im Mutterlaib eine Schilddrüsenunterfunktion.

 

Die Schwangere sollte sich von ihrem Arzt oder beraten lassen und ggf. auf Komplexe mit Vitaminen für die Schwangerschaft ohne Jod zurückgreifen.

 
JOD VOR DER SCHWANGERSCHAFT
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Generell sind eher Frauen von Schilddrüsenproblemen betroffen als Männer.

Die Schilddrüse reguliert den Fettstoffwechsel. Da das weibliche Sexualhormon Östrogen teils auch in den Fettzellen gebildet wird, sind Gewicht und Fruchtbarkeit direkt verbunden.

 

Eine Schilddrüsenüber- oder unterfunktion übt also Einfluss auf das sexuelle Verlangen und die Fruchtbarkeit der Frau aus. Daher ist die geregelte Versorgung mit Jod besonders für Frauen mit Kinderwunsch wichtig.

 
SCHILDDRÜSEN-UNTERFUNKTION
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© IStock/Qwasyx. Depressive Verstimmungen können Folge einer Schilddrüsenunterfunktion sein.

Ein Mangel an Schilddrüsenhormonen kann eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen.

 

Trotz guter Jod-Zufuhr stellt die Schilddrüse dann nicht genug Hormone her, um die Stoff-
wechsel-Abläufe gut am Laufen zu halten.

 

Betroffene bemerken folgende Symptome:

  • Müdigkeit und Antriebslosigkeit
  • Depressive Stimmungsschwankungen
  • Gewichtszunahme auch bei gleichbleibender oder verringerter Nahrungsaufnahme
  • Trockene oder stumpfe Haare
  • Spröde Fingernägel
  • Verstärktes Kälteempfinden und Frieren
  • Zyklusstörungen bei der Frau
  • Weniger sexuelles Verlangen
  • Verstopfung
  • Hoher Blutdruck

 

 
SCHILDDRÜSEN-ÜBERFUNKTION
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© IStock/Piotr Marcinski. Die Schilddrüse arbeitet bei Schilddrüsenüberfunktion trotz guter Jodzufuhr nicht optimal. Kopfschmerzen sind die Folge.

Zu viele Schilddrüsenhormone können zu einer Schilddrüsenüberfunktion führen.

 

Das heißt, auch wenn der Bedarf im Körper gedeckt ist, weiter Hormone produziert werden.

 

Folgende Symptome können auf eine Schilddrüsenüberfunktion hindeuten:

  • Nervosität und Gereiztheit
  • Herzklopfen und hoher Blutdruck
  • Zittern, Muskelschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Heißhungerattacken, Durst
  • Gewichtsverlust trotz größerer Essensmengen
  • Kopfschmerzen
  • Zyklusstörungen bei der Frau
  • Durchfall
  • Zunahme des sexuellen Verlangens
 
JODHALTIGE LEBENSMITTEL ODER JODTABLETTEN
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© IStock/FotografiaBasica. Schwangere sollten bewusst zu jodhaltigen Lebensmitteln greifen.

In der Schwangerschaft ist es empfehlenswert, den erhöhten Bedarf an Jod mithilfe von Jod-Folsäure-Vitaminkomplexen zu decken.

 

Solche zusätzlichen Vitamine in der Schwangerschaft sind aber kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

 

Jod ist besonders in folgenden Lebensmitteln enthalten:

  • Fisch: Seefisch enthält generell mehr Jod als Süßwasserfische

Spitzenreiter ist der Schellfisch: 240 Mikrogramm Jod pro 100 Gramm

  • Spinat: 12 Mikrogramm Jod pro 100 Gramm
  • Ei: 10 Mikrogramm Jod pro 100 Gramm
  • Vollkorngetreide, vor allem Roggen: 9 Mikrogramm Jod pro 100 Gramm
  • Rindfleisch: 7 Mikrogramm Jod pro 100 Gramm
  • mit Jod angereicherte Lebensmittel wie Jodsalz

Hinweis: Schwangere sollten nur gut gegarten Fisch essen. Geräucherter oder nur gesalzener Fisch, Sushi und rohe Meeresfrüchte wie Austern sind tabu.

 

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