Am Anfang einer Schwangerschaft ist Folsäure sowohl für die Mutter als auch für das Kind besonders wichtig.
Bereits in den ersten Wochen in der Schwangerschaft schließt sich das Neuralrohr, aus dem sich später das zentrale Nervensystem des Kindes entwickelt – also Rückenmark und Gehirn. Ein Folsäure-Mangel der Mutter erhöht das Risiko für ernährungsbedingte Fehlbildungen in diesem Bereich, wie etwa einen offenen Rücken. Zusätzlich ist Folsäure auch an Zellteilungs- und Wachstumsprozessen beteiligt.
Aus diesen Gründen empfehlen Experten Müttern täglich durch die Einnahme von Folsäure-Präparaten ihren Folsäure-Haushalt zu erhöhen. Am besten ist es, bereits auf eine ausreichende Versorgung mit Folsäure zu achten, sobald der Entschluss gefasst wurde, schwanger zu werden. Ihr Gynäkologe kann Sie hierzu entsprechend beraten.
Zusätzlich zu der Einnahme von Folsäure-Präparaten ist es wichtig täglich über das Essen ausreichend Folsäure zu sich zu nehmen. Enthalten ist Folsäure vor allen Dingen in grünem Gemüse. So stecken in 200 Gramm Spinat etwa 290 Mikrogramm des wichtigen Vitamins. Wer 200 Gramm Brokkoli isst, nimmt ca. 228 Mikrogramm Folsäure auf. Obst hingegen enthält vergleichsweise weniger Folsäure – 150 Gramm Erdbeeren z. B. nur 65 Mikrogramm Folsäure. Aber auch Getreideprodukte aus Vollkorn können gute Folsäure-Lieferanten sein.
Damit Ihnen die Folsäure-Aufnahme etwas leichter fällt, hier ein paar Gerichte, die eine Menge Folsäure enthalten:
Brokkoli-Hähnchen aus dem Wok
Brokkoli-Nudelauflauf aus dem Ofen
Spinat-Risotto
Spinat-Pizza
Tipp: Folsäure ist sehr hitze- und lichtempfindlich, daher das Gemüse nicht allzu lange kochen, besser kurz dünsten oder garen.