Besonders bei Kindern muss die Dosierung stimmen
Jeder kennt den Hinweis auf der Packungsbeilage, dass die Medizin nur so eingenommen werden sollte wie vorgeschrieben, da sie sonst nicht richtig wirken kann.
Viel gravierender sind jedoch wahre gesundheitliche Schäden die bei Überdosierung von Medikamenten entstehen können, diese Gefahr besteht insbesondere bei Kindern.
Wieso sind Kinder besonders gefährdet?
- Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in Köln machte erneut explizit darauf aufmerksam, dass das geringere Köpergewicht von Kindern bei der Dosierung von Medikamenten unbedingt zu berücksichtigen ist. Denn natürlich kann ein Medikament bei einem leichten kleinen Kind viel schneller und intensiver wirken als bei einem schweren Erwachsenen.
Eltern sollten bei der Gabe von Medikamenten an ihre Kinder also besonders darauf achten, dass die Dosierung stimmt.
Als wichtige Orientierung dienen:
Beides sollte deutlich und leicht erkennbar am besten gleich auf der Außenverpackung, spätestens allerdings im Beipackzettel zu finden sein.
Die Möglichkeiten zur Dosierung sind vielfältig und reichen von Tropfenzählern über Dosierkappen bis hin zu Messbechern. Ganz besonders wichtig ist auch darauf zu achten ob ein Tee- oder Esslöffel gemeint ist, denn hier besteht leichte Verwechslung und schnell hat man überdosiert.
Tipp:
Achten sie auf eine klare Anleitung, am besten direkt auf der Außenverpackung, so können sie gleich vor dem Kauf entscheiden, ob die Beschreibung für sie sinnvoll und logisch erscheint.
Eine recht neue und sehr benutzerfreundliche Möglichkeit bietet bei Säuglingskoliken eine Dosierhilfe, die wie eine Art Spritze funktioniert. Ganz leicht kann man mit ihr die dickflüssige Suspension aufziehen und anhand der an den Seiten deutlich gekennzeichneten Milliliter Anzahl ist eine Überdosierung fast unmöglich.
 |