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Probleme bei Medikamenten für Kinder ergeben sich durch die Verwendung von Alkohol und schlechte Dosierbarkeit.
Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Das weiß eigentlich jeder. Trotzdem betonen Kinderärzte diesen Allgemeinplatz immer wieder. Nicht ohne Grund! Aktuell beklagt die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) beispielsweise, dass von 59.000 in Deutschland zugelassenen Medikamenten nicht einmal die Hälfte für Kinder zugelassen sind. Grund dafür ist vor allem der höhere finanzielle und ethisch-medizinische Aufwand, der mit Studien an Babys und Kindern einhergeht.
Doch auch im Bereich der für Kinder zugelassenen Medikamente sind teilweise noch immer Defizite zu beklagen:
- Medikamente für Kinder enthalten teilweise noch immer Stoffe, die man ihnen eigentlich nicht unbedingt geben möchte (z. B. Alkohol in Kindermedizin).
- Kindermedizin ist häufig wenig alltagstauglich. Die Dosierung ist unklar oder ungenau und die Medikamentengabe fällt besonders bei den ganz Kleinen schwer. Es fehlen praktische Dosierhilfen und verständliche Beipackzettel.
- Häufig werden die Medikamente nicht speziell für Babys und Kleinkinder entwickelt, sondern entstehen als Nebenprodukt zu einem Erwachsenenmedikament.
Hier lohnt es sich zweimal hinzuschauen und gezielt nachzufragen. Denn bei häufig verwendeten Kindermedikamenten gibt es meist auch eine Alternative – ohne Alkohol, mit praktischer Dosierhilfe und verständlichen Verbraucherinformationen. Nutzen Sie hier Ihre Wahlmöglichkeiten.
Bei selteneren Krankheiten ist die Situation schwieriger. Hier gibt es weniger Medikamente und noch weniger Studienergebnisse, die auf Kinder als Probanden zurückgreifen können. Daher sind Kinderärzte in einigen Fällen gezwungen, auf Medikamente zurückzugreifen, die nicht speziell für Kinder zugelassen wurden.
Tipp:
Besprechen Sie die Situation mit Ihrem Kinderarzt. Er wird Ihnen erläutern, wie eventuelle Risiken gegen den Nutzen für Ihre Kind aufzuwiegen sind. Denn bei aller notwendigen Vorsicht im Umgang mit Kindermedizin ist die Gefahr ein unbehandelten Krankheit noch weniger zu unterschätzen.
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