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Entweder Sie haben Dreisatz, Destillator und Dosierhilfe – oder Sie fragen Ihren Arzt oder Apotheker. Wenn das zu kompliziert ist...
Wie einfach ist das bei Erwachsenen! „Nehmen Sie 1 mal täglich 1 Tablette mit etwas Flüssigkeit zu sich…“ Viel schwieriger ist, was doch eigentlich kinderleicht sein sollte: dem eigenen kleinen Wurm die wichtige Arznei für den ersten Infekt zu geben…
- Erst soll die Medizin angerührt werden. Die besorgte „Anfänger-Mutter“ fragt sich vielleicht, ob sie das Wasser dazu abkochen muss oder ob Leitungswasser verwendet werden soll. Dass Kindermedizin so häufig selbst angerührt wird, liegt übrigens daran, dass Kinder und erst recht Babys und Kleinkinder noch nicht so gut schlucken können. Tabletten sind für sie also noch nichts.
- Dann muss richtig dosiert werden. Natürlich entsprechend dem aktuellen Gewicht und der aktuellen Größe der kleinen Krabbe. Glücklich sind da die Über-Mütter, die täglich wiegen… Verzweifelt sind die, die durch Schlafentzug und Still-Verwirrung den Dreisatz nicht mehr so sicher beherrschen – oder einfach besseres im Kopf haben. Wer sich hiermit schwer tut, braucht sich nicht zu wundern. Amerikanischen Studien zufolge sind fast alle Angaben zur richtigen Dosierung von Kindermedizin (98,6 Prozent) gerade nicht: unmissverständlich. Das liegt unter anderem an ungebräuchlichen Maßeinheiten, fehlenden oder überflüssigen Markierungen.
- Und dann am Ende folgt dann das wirklich komplizierte Finale: Wie manövriere ich die sorgsam angerührte, korrekt abgemessene Medizin auf einem Löffel balancierend in den Mund meines ebenen noch rosigen Babys, das sich inzwischen in einen schreienden, rotangelaufenen Wurm verwandelt hat?
Die Antwort lautet:
Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker und Ihrem Kinderarzt beraten, wo Sie wirklich kindgerechte Medizin finden. Denn schließlich sind die Medikamente für Ihren kleinen Schatz dazu da, ihn gesund zu machen, und nicht dazu, Sie in die Verzweiflung zu treiben.
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