Wenn gestillte und satte Säuglinge verzweifelt schreien, sind häufig Dreimonatskoliken schuld. Damit es jetzt nicht zu einer Nervenzerreißprobe kommt, können Eltern etwas dagegen tun.
Das Baby schreit und schreit, es lässt sich nicht oder nur schwer beruhigen. Zunächst fällt einem der Hunger ein, dann die volle Windel und
spätestens jetzt kommen die Dreimonatskoliken ins Spiel. Schuld daran sind schmerzhafte Blähungen und Koliken.
Diese können vielerlei Ursachen haben:
der Magen-Darm-Trakt ist bei fast allen Säuglingen noch nicht ausgreift
das Kind schluckt beim Stillen oder Füttern zu viel Luft
manche Kinder reagieren allergisch auf Kuhmilch
blähende Speisen wie Zwiebeln, Kohl oder Hülsenfrüchte gehen bei Stillenden in die Muttermilch über
Das Beruhigen des Kindes ist meist ein gutgemeinter Rat, allerdings ist dieser Rat meist schwer umsetzbar und für die Eltern eine Nervenzerreißprobe.
Um zu versuchen die Blähungen und damit das schreiende Kind zu beruhigen, gibt es vielerlei Möglichkeiten:
das Baby bei 37 Grad baden, am Besten in einem speziellen Badeeimer und dort nur am Kopf festhalten (unter dem Kinn und im Nacken), so dass die Beinchen strampeln können.
Kirschkernkissen erwärmen und sanft auf den Bauch des Babys legen
„Fahrrad fahren“: Die Beine des Babys wie beim Fahrrad fahren bewegen
"Fliegergriff": Das Baby mit dem Bauch auf den Unterarm legen und ein wenig umher laufen
warmen Fenchel-Tee geben
Wenn das alles nicht helfen sollte, und das Baby immer noch schreit und sich quält, dann gibt es in der Apotheke so genannte entschäumende Mittel gegen die Dreimonatskoliken mit dem Wirkstoff Simetikon. Die einen oder anderen sind auch mit einer praktischen Dosierhilfe erhältlich. Vorteil hierbei, das Präparat kann genau in der richtigen Menge in das Babyfläschchen oder den Babymund dosiert werden.
Tipp: Massieren Sie das Baby mit Salben oder Ölen, das unterstützt die Entkrampfung des Babys und beruhigt gleichzeitig Ihre Nerven! (Quellen: eltern.de, hallo-eltern.de)