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Vier Gründe auf Alkohol in Kindermedizin zu verzichten
Warum wird eigentlich von Alkohol in Gesundheitsprodukten für Kinder und Säuglinge abgeraten? Die Antwort von Kinderarzt Dr. Andreas Lindner lautet: Weil’s ohne geht. Das ist sicherlich eine gute Antwort. Wir haben für Sie noch vier Argumente hinzuzufügen.
Als erstes die wichtigste Information für alle, die besorgt und unsicher sind: Die Gefahr, dass Ihr Kind durch ein richtig angewendetes und genau dosiertes, speziell für Kinder zugelassenes Medikament mit Alkohol abhängig wird, ist gering.
Zweitens: Auch ganz normale Nahrungsmittel wie Apfelsaft oder Brot enthalten in äußerst geringen Dosen Alkohol. Ein völliger Verzicht auf Alkohol ist also quasi unmöglich.
Aber trotzdem gilt drittens: Vor einem sorglosen Umgang mit Arzneien, die Alkohol enthalten, ist dringend abzuraten. Das unterstreicht auch Bernd Milenkovics. Denn:
- Alkohol gelangt bei Kindern und Kleinkindern schneller ins Gehirn.
- Alkohol wird von ihnen langsamer abgebaut.
- Die Zentren, die die Atem und Blutgefäße steuern, reagieren empfindlicher.
- Die Hydration (Bindung an Wasser) an den Alkohol ist ausgeprägter. Erwachsene kennen das eventuell als „Nachdurst“.
Tipp:
Lesen Sie die Packungsbeilage und achten Sie auf die Inhaltsstoffe. Alkohol wird häufig auch als Ethanol ausgezeichnet und ist ein verbreitetes Lösungs- und Konservierungsmittel. Deshalb sind leider noch immer nicht alle Medikamente für Kinder alkoholfrei.
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