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Wenn von drei Kindern zwei auch noch Zwillinge sind, wird aus Vorlesen, Erzählen und Spielen mehr als ein Fulltime-Job. Wie man ihn meistert, erzählt Helena aus Berlin.
Helena, Sie sind Mutter von einem dreijährigen Kind und 11 Monate alten Zwillingen. Haben Sie eigentlich noch Zeit für sich? Wie erleben Sie den Alltag mit Ihren Kindern?
Bislang hatte ich seit der Geburt der Zwillinge kaum Zeit für mich. Der Alltag ist sehr durchorganisiert und fordert mich ganz schön. Es ist vor allem körperlich sehr anstrengend, da die beiden Kleinen oft gleichzeitig ihre Bedürfnisse haben und diese auch anmelden. Aber es ist schon viel leichter geworden, verglichen mit der Zeit vor einigen Monaten, wo beide noch nicht mobil waren. Außerdem ist der „Große“ auch noch da und auch ihm will ich gerecht werden mit Vorlesen, Erzählen, Spielen. Mehr als ein Full-time-Job!
Gab es Zeiten, die sie als besonders anstrengend oder als besonders schön erlebt haben?
Sehr anstrengend waren die ersten vier Monate nach Geburt der Zwillinge. Das eine Baby war ein Schreibaby mit Bauchkoliken und da ich beide Zwillinge voll gestillt habe, war ich durch das Stillen körperlich sehr eingespannt. Außerdem müssten wir uns alle an die neue Situation gewöhnen und auch den damals Zweieinhalb-Jährigen „Großen“ mit einbeziehen. Besonders schön war es, als beide Babys das Krabbeln, Stehen und Sitzen „entdeckt haben“ – von da an wurde alles leichter und die ganze Familiensituation entspannter.
Wie sich das erste Zähnchen bemerkbar macht, ist von Kind zu Kind unterschiedlich. Wie war das bei Ihren Zwillingen?
Eins der beiden Zwillinge, der Junge, war sehr unruhig und hat auf allem rumgebissen, viel „gejammert“ und schlecht geschlafen. Er freute sich über kalte Beißringe, Zahnbürsten, u.ä. - häufig haben diese Dinge aber nicht lange geholfen. Das Mädchen hatte glücklicherweise kaum Probleme.
Was sagen Sie als Mutter, wie muss ein Medikament oder ein Pflegeprodukt sein, damit es wirklich kindergerecht ist und Ihren Ansprüchen genügt?
Kindgerechte Medikamente müssen vor allem sicher und wirksam sein. Daneben ist eine gute Darreichung sehr hilfreich für die schnelle und richtige Verabreichung. Dass sie keine unnötigen Zusatzstoffe beinhalten sollen, versteht sich von selbst!
Welche Erfahrungen haben Sie generell mit Arzneimitteln und Medizinprodukten bei Ihren Kindern gemacht? Gab es da Schwierigkeiten, z.B. bei der Medikamenten-Gabe?
Wir haben glücklicherweise noch nicht so viele Arzneimitteln geben müssen. Aber als wir die Tropfen für Bauchkoliken verabreichen müssten, habe ich mich über die langsame Fließgeschwindigkeit geärgert und darüber, dass immer ein relativ großer Rest in der Flasche verblieben ist.
Was halten Sie von Alkohol in Gesundheitsprodukten von Kindern?
Alkohol gehört nicht in Produkte für Kinder!
Hatten Sie schon mal Probleme mit Beipackzetteln? Woran lag das? Was würden Sie sich wünschen?
Große Probleme habe ich nicht mit Beipackzetteln - wenn man lange genug sucht, findet man alle Informationen. Allerdings sind die Beipackzettel häufig nicht besonders übersichtlich gestaltet und besonders nervig finde ich, dass sich ein entfalteter Beipackzettel schwer wieder in die richtige Position „einfalten“ lässt. Übersichtlichkeit und gute Faltbarkeit würde ich mir daher wünschen.
Welchen Rat möchten Sie speziell Eltern von Mehrlingen auf den Weg geben?
Mein wichtigster Rat für alle Eltern von Mehrlingen ist: nehmt alle Hilfe an, die Ihr bekommen könnt! Für Mehrlinge braucht man einfach mehr Kraft und Gelassenheit Und das kann man den Kindern nur geben, wenn man selbst Energie tanken kann.
Kurzportrait
Helena hat drei Kinder. Mit Ihnen ist sie am liebsten im Garten, weil da alle Kinder schön spielen und an der frischen Luft sind. Da es ein großer Gemeinschaftsgarten einer Wohnanlage ist, hat ihr Ältester seine Spielkameraden und die Mama andere Mütter zum Quatschen!
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