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Ihre Gefühle haben neue Dimensionen kennengelernt. Trotzdem will Grit Dobbert nicht fremdeln – ihr Sohn tut es ja auch nicht.
Frau Dobbert, wie alt ist Ihr Sohn jetzt genau? Und wie gestaltet sich der Tag eines fast Halbjährigen?
Benjamin ist heute genau fünf Monate und drei Tage alt. Ich zähle wirklich noch ganz genau mit!
Inzwischen haben wir einen relativ regelmäßigen Tagesrhythmus: Benjamin steht um sieben zusammen mit dem Papa auf. Ich darf dann noch ein bisschen liegen bleiben und nehme ihn erst so gegen acht. Dann geht’s zusammen mit der Mama ins Bad. Dort findet er es jedes Mal wieder unglaublich faszinierend. Dann räumen wir „gemeinsam“ auf, spielen, lesen oder singen. Beim Spielen steht übrigens derzeit sein Beißring hoch im Kurs. Benjamin kämpft gerade mit dem ersten Zähnchen. Gegen eins machen wir gemeinsam mit dem Papa Mittag und nachmittags geht es dann meist vor die Tür. Wir waren schon oft im Zoo. Noch sind die Tiere natürlich nicht so interessant. Aber dafür interessieren Benjamin der Himmel und die Bäume umso mehr. Man merkt regelrecht, wie er alle Eindrücke aufsaugt und immer mehr sehen will. Ihm wäre es bestimmt am liebsten, wenn wir jetzt schon mit dem Buggy fahren könnten. Dabei kann er ja noch nicht mal sitzen!
Im Prinzip ist ja jeder neue Tag mit Kind ein kleines Abenteuer. Was waren denn die größten Abenteuer für Ihren Sohn?
Sicherlich das Babyschwimmen. Es ist wirklich eine Freude zu beobachten, wie faszinierend etwas so Einfaches wie Wasser für ein Baby sein kann. Benjamin ist sehr an seiner Umwelt interessiert und aufnahmefähig. Er hatte auch von Anfang an keine Berührungsängste mit dem neuen Element. Beim Babyschwimmen war Benjamin von Anfang an der Erste im Wasser und der Letzte, der aus dem Becken kommt. Jetzt hat sich das allerdings etwas verändert. Durch das Zahnen ist er wesentlich angespannter und quengeliger geworden. Aber wer sollte ihm das verdenken?
Ist das Zahnen das erste Mal, dass Benjamin Beschwerden hat? Wie gehen Sie denn damit um, wenn es ihm nicht gut geht?
Nein, das erste Mal ist es leider nicht. Im ersten Vierteljahr hatte er die Dreimonatskoliken. Dann hatten wir eine kurze Pause und nun quält er sich schon eine ganze Weile mit den ersten Zähnchen. Zwischendurch hatte er auch schon mal eine kleine Erkältung. Wenn es ihm nicht gut geht, versuchen wir natürlich die Ursache rauszufinden. Dazu lassen wir uns dann auch in der Apotheke oder von unserem Kinderarzt beraten.
Entsprechen die Veränderungen in Ihrem Familienleben Ihren Vorstellungen?
Ich hab mich während der Schwangerschaft natürlich schon sehr auf Benjamin gefreut. Aber ehrlich gesagt, konnte ich das Ausmaß gar nicht einschätzen. Wir sind beide sehr vernarrt in den Kleinen. Da steht einfach ALLES hintenan. Das habe ich mir vorher so nicht vorstellen können. Wirklich das jetzt, das ist ein völlig neuen Gefühl – bei uns beiden.
Haben Sie Tipps für andere Mütter?
Puh, das weiß ich auf Anhieb gar nicht… Einer schwangeren Freundin habe ich jetzt geraten, die Zeit vor der Geburt noch mal für sich zu nutzen. Während der Schwangerschaft kann man ja mal richtig faulenzen. Diese Möglichkeit sollte man nicht verstreichen lassen. Und sonst? Wir versuchen, ganz entspannt zu bleiben. Wichtig ist, glaube ich, auch, dass man seiner Familie und seinen Freunden vertraut und Nähe zulässt. Denn natürlich wollen alle den Kleinen auf den Arm nehmen. Dann versuchen wir nicht zu fremdeln, bevor unser Sohn es tut.
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