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Im Interview berichtet Andrea Heyde von positiven Erinnerungen an Schwangerschaft und Geburt und erzählt, wie Eltern und ihre Kinder in Gleichklang kommen.
Frau Heyde, Ihr Sohn ist anderthalb. Haben Sie Ihre Schwangerschaft und die Geburt in Erinnerung behalten?
Ja, natürlich! Ich erinnere mich noch an alles. Ich habe eine sehr schöne Schwangerschaft erlebt – ohne Komplikationen und mit sehr viel Vorfreude. Und auch die Geburt habe ich positiv in Erinnerung behalten. Die Schmerzen sind total vergessen! Ich habe im Geburtshaus entbunden und die vertrauenserweckende Atmosphäre dort sehr genossen. Entbunden habe ich in der Badewanne, aber das war Zufall. Ich wollte probieren, ob ich mich im Wasser besser entspannen kann. Dann ging es so schnell, dass ich gleich in der Wanne geblieben bin. Um neun Uhr morgens sind wir los, um 13.12 Uhr war dann schon Vincent da.
Was sind die Highlights im Leben einer Mutter?
Die Zeit jetzt im Moment finde ich sehr schön. Es ist Wahnsinn, wie viel Vincent sich bei uns abschaut. Er versteht alles, probiert alles, die Entwicklung ist einfach rasant. Am schönsten ist es, seinem Gesicht alle seine Gefühle ganz unverstellt ablesen zu können.
Gibt es denn auch Konflikte oder Schwierigkeiten?
Schwierigkeiten gehören zum Mutter-Sein dazu. Bei uns ist Schlafen ein großes Thema. Direkt nach der Geburt war das eigentlich kein größeres Problem, aber inzwischen ist er sehr unruhig und wacht nachts teilweise sogar stündlich auf. Das ist schon eine große Belastung für mich, die mich auch körperlich angreift. Ich bin tagsüber einfach weniger leistungsfähig. Deshalb habe ich mir jetzt angewöhnt, mittags gemeinsam mit meinem Sohn zu schlafen. Diese Zeit ist heilig für uns. Außerdem hilft mir, wenn ich höre, dass andere Mütter ähnliche Probleme haben.
Fast jedes dritte Baby leidet an Säuglingskoliken. Wie haben Sie diese Zeit mit Ihrem Sohn erlebt?
Eigentlich unspektakulär. Vincent wollte von Anfang an viel auf den Arm und an die Brust. In der Zeit der Dreimonatskoliken hat sich dieser Drang vielleicht noch etwas verstärkt. Ansonsten sind wir ohne größere Probleme durch diese Phase gegangen.
Sie sind Kinderkrankenschwester und an den Umgang mit Medikamenten gewöhnt. Welche Erfahrungen haben Sie als Mutter mit Arzneimitteln bei Ihrem Sohn gemacht?
Schwierigkeiten gab es eigentlich keine. Einige Eltern haben Probleme mit Medikamenten, die sie erst selbst anrühren müssen. Damit habe ich als Kinderkrankenschwester keine Probleme. Als Mutter ist mir aufgefallen, dass Medikamente, die man direkt in den Mund geben kann, besonders gut funktionieren.
Worauf achten Sie bei der Auswahl von Produkten für Ihren Sohn?
Vielleicht lässt sich das am einfachsten mit der Devise „Weniger ist mehr“ zusammenfassen. Ich achte darauf, dass Produkte für Vincent möglichst keine Farb- und Konservierungsstoffe enthalten und ohne Alkohol und Parfüm sind. Generell sollen seine Sachen so natürlich wie möglich sein.
Welchen Rat möchten Sie anderen jungen Eltern mit auf den Weg geben?
Hört auf euren Bauch, anstatt auf irgendwelche Ratgeber, andere Eltern oder das Internet! Dann fällt es leicht, den Rhythmus des eigenen Kindes zu erkennen und anzunehmen. Und darauf kommt es ja schließlich an.
Kurzportrait
Andrea Heyde ist Kinderkrankenschwester. Vor der Geburt ihres anderthalbjährigen Sohnes hätte sie nicht damit gerechnet, dass man als Mutter tatsächlich den ganzen Tag beschäftig ist und zu vielen schönen Dingen wie Sport, Lesen und Sauna häufig gar nicht mehr kommt. Mit ihrer kleinen Familie ist Andrea Heyde am liebsten den ganzen Tag draußen unterwegs.
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