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Eine Quarkwindel für die Brust hilft Wunder
Wenn die Mutter mehr Milch hat, als der Säugling trinkt, kann zu einem Milchstau kommen. Besonders häufig entsteht der ganz zu Anfang der Stillzeit beim Milcheinschuss oder immer dann, wenn sich der Stillrhythmus ändert – etwa vom Tag auf die Nacht oder im Verlauf der Stillzeit immer dann, wenn das Baby seine Trinkgewohnheiten ändert.
Einen Milchstau erkennen Frau leicht: Die Brüste fühlen sich zu prall und feste an, eventuell empfinden sie einen Dehnungsschmerz. Dann heißt es: erleichtern und abpumpen. Aber bitte nur kleine Mengen, ansonsten wird die Milchproduktion nur zusätzlich angekurbelt.
Alternativ zum Pumpen können Sie Ihre Brust auch sanft ausstreichen. Das funktioniert am besten, wenn Sie dabei warm duschen. Generell hilft Wärme zur Entspannung. Umgekehrt sollte die Brust nach der Erleichterung gekühlt werden.
Dazu nehmen Sie am besten eine Plastikwindel, zerschneiden Sie in der Mitte, füllen Sie reichlich mit Quark und legen Sie ins Kühlfach. Dieses „Coolpack“ passt wunderbar auf jede Frauenbrust und kann ca. eine Woche lang wiederverwendet werden. Alternativ zu diesem Quarkwickel können Sie auch Weißkohlblätter aus dem Kühlschrank auf Ihre Brust auflegen.
Tipp:
Wann immer Sie Probleme mit dem Stillen haben, sollten Sie sich Ruhe gönnen. Ziehen Sie sich mit Ihrem Baby zurück und gönnen Sie Ihrem Kind und Ihrem Körper eine Extraportion an Aufmerksamkeit. Denn häufig sind Stillprobleme auch ein Zeichen dafür, dass Sie sich als Mutter zu viel zumuten. Um Wäsche und Haushalt kann sich in der Anfangszeit gerne mal jemand anderes kümmern.
Diesen Tipp bekommen Sie von Hebamme Heike Köster aus Berlin. In ihren 28 Jahren als Hebamme hat sie insgesamt mehr als 3.700 Kinder auf die Welt gebracht. Zwei davon sind ihre eigenen. Wenn Sie medizinische Rückfragen zu Heikes Empfehlung haben, spechen Sie bitte mit Ihrer Hebamme oder Ihrem Arzt. Allgemeine Fragen beantworten wir Ihnen gerne persönlich. Wir freuen uns auf Ihr Feedback und Ihre persönliche Meinung.
Vorschau:
Auch in meinem nächsten Tipp wird es wieder darum gehen, wie Sie dafür sorgen können, Ihre eigenen (körperlichen) Bedürfnisse nicht ganz aus den Augen zu verlieren.
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